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Aphrodisiaka - Hintergrund
NEUROCHEMISCHER HINTERGRUND Aphrodisiaka können auf verschiedenen Ebenen wirken:
Die erste Variante ist am offensichtlichsten zu verstehen. Diese Substanzen oder Zusammenstellungen sind oftmals durchblutungsfördernd, erweitern die Gefäße oder machen die Haut sensitiver für Berührungen. 2. Die körpereigenen Substanzen, die für Leidenschaft- und Verliebtheitsgefühle zuständig sind, haben Ähnlichkeit mit Amphetaminen. Dazu gehören Phenyläthylamin, Norepinephrin und Dopamin. Diese Stoffe sind bei einer Hochstimmung in höherer Dosis im Gehirn nachweisbar, während in eher gedrückter Stimmung ihr Vorkommen abnimmt. Kakao enthält beispielsweise Phenyläthylamin und verschiedene verwandte Verbindungen und gilt zu recht als ein bewährtes Hausmittel gegen depressive Zustände. 3. Wahrscheinlich weiß fast jeder, wie es ist, wenn die Euphorie der Verliebtheit abnimmt und einem anderen - ruhigeren - Gefühl der Verbindung Platz macht. Diese Art der Gefühle wird von körpereigenen Substanzen, die Opiaten ähneln, gesteuert. Ebenso wie die amphetaminartigen Substanzen sind diese Opioide interessanterweise vor allem angstabbauende Stoffe. Auch Substanzen, die nicht den körpereigenen Drogen ähneln, können aphrodisisch wirken. Sie enthalten die Drogen zwar nicht, regen aber die körpereigene Produktion an. In diese Kategorie fallen Aromastoffe, die über den Geschmacks- und Geruchssinn wirken, und damit die entsprechenden Gehirntätigkeiten auslösen. Eine ausgewogen zusammengestellte aphrodisische Mahlzeit für Zwei ist also alles andere als Hokuspokus, sondern kann tatsächlich positive Gefühle füreinander auslösen. Zumindest ist ein Kerzenschein-Dinner eine wunderbare Starthilfe. Was sich daraus entwickelt, hängt sicherlich noch von anderen Dingen ab. |